Siegener Spielewelt

Textfeld:  
Arne
 
Schnelles Kartenspieldurcheinander
Auf den ersten Blick könnte man meinen UNO vor sich auf dem Tisch liegen zu sehen. Bei genauerem Hinschauen sieht man aber sofort die Unterschiede. Den Vergleich zu UNO mag der Autor aber gar nicht. Das würde ihn gleich in eine Schublade stecken. Das wollen wir nicht und außerdem hat er Recht. Außer der Optik, und welche anderen Farben sollte man denn nehmen, wenn nicht Rot, Grün, Gelb und Blau, da bieten sich auch nur wenige an, gibt es auch keine Ähnlichkeiten. Denn bei Arne geht es nicht in erster Linie darum, seine Karten loszuwerden, sondern Punkte zu sammeln. 

Jeder Spieler erhält eine farbige Arnekarte, an die er im Laufe des Spiels gleichfarbige Punktekarten (50, 100, 500 und 1000) anlegen kann. Dazu gibt es noch Multiplikatorenkarten (x2, x3), die die Punktzahl entscheidend erhöhen können. Die 92 Karten sind in schwarze und weiße unterteilt. Der Zug beginnt mit dem Ziehen einer Karte und endet, sobald man eine weiße Karte gespielt hat. Schwarze Karten darf man so oft und so viele spielen, wie man will. Auch während den Zügen der anderen Spieler.
Die schwarzen Karten machen das Spiel erst so richtig interessant. Es gibt folgende: STOPP, Richtungsänderung, Crash, -200 Punkte, Schloss, Dieb und Chamäleon-Karten. Beispiel einer Szene aus dem Spiel: Sascha legt eine 100er Karte vor sich ab. Sein Zug ist zu Ende. Jan will gerade eine Karte aufnehmen, da spielt Rene eine STOP-Karte. Nun ist er an der Reihe, ohne dass Jan dran war. Rene (gelb) spielt eine blaue 1000 mit einer Chamäleon-Karte, die er vor sich ablegt. Dank des Chamäleons darf er das auch. Sascha spielt eine Dieb-Karte, und holt sich Rene 1000er. Die Chamäleon-Karte legt er weg, da er selber blau ist. Rene rächt sich, indem er eine Crashkarte auf die 1000er spielt und sie so auf 0 Punkte reduziert. Sascha hat noch eine Schlosskarte, mit der er sich die 1000 Arne - das Kartenspiel Punkte sichert. Inzwischen habe ich auch mal eine Karte gezogen und spiele eine weiße "Ich-darf-mir-eine-Karte-aus-der-Hand-eines-beliebigen-Spielers-ziehen", und da Sascha gerade davon geschwärmt hat, dass er eine "tolle" Karte besitzt, ziehe ich bei ihm. So toll war die Karte nicht, also spiele ich eine STOP-Karte, bin noch mal an der Reihe, ziehe eine Karte nach und spiele noch eine "Ich-darf und-so-weiter"-Karte, um nochmals bei Immo zu ziehen. Schon wieder nur Schrott, aber nun ist Sascha an der Reihe… 

Arne ist schnell zu erlernen, Fragen bleiben nicht unbeantwortet, obwohl die Anleitung schon ein wenig ausführlicher sein könnte (auf der Homepage www.Arne.be gibt es neue deutsche Regeln zum Download). Schade nur, dass es nur für 2 (besser 3)- 4 Spieler ist.
Arne ist eine schöne Neuerscheinung am Kartenspielhorizont und hat uns bisher eine Menge Spaß bereitet. Zwar spielt Glück eine größere Rolle als Taktik, aber wenn man mehr als nur eine Runde spielt, gleicht sich das schon irgendwie aus.

Ab 15.1.2003 gibt es Arne in der 2.Edition. Neuerungen:
- eine neue Box
- einige grafische Verbesserungen
- komplett überarbeitete Regeln, die es dann auch in folgenden Sprachen gibt: Deutsch, Englisch, Holländisch, Französisch und Tschechisch

Inzwischen gibt es auch eine Erweiterung für bis zu 6 Spieler. "Arne total" enthält das Grundspiel und die Erweiterung.
Strategie / Taktik


Glück / Zufall

Anleitung / Material

Spielspaß

Preis / Leistung

Textfeld:  
Kurzinfos
Arne 
Gesamtbewertung

Autor
Arne Lauwers 
Verlag
Lauwers Games 
Erscheinungsjahr
2002 
Spieleranzahl
2-4 
empf. Alter
ab 7 
Spieldauer
ca. 10-30 Min 
Preis
Arne 7,95 €
Erw. a. 6 Sp.  3,95 €