Siegener Spielewelt

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Babel
 
Dramatischer Bauwettstreit
Gab es ihn wirklich, den Turm zu Babel? Wenn ja, was war der eigentliche Sinn? In den Himmel zu bauen um bei Gott mal vorbeizuschauen oder um die Gestirne besser erkennen zu können? Nun, wir werden es wohl nie erfahren.

Bei Babel geht es also um einen Turm. Besser gesagt um 5 Türme. 5 Völker bauen 5 Türme. Wie viele Strafen Gottes sind das pro Volk? Nein, darum geht es natürlich nicht. Beide Spieler haben je 5 Bauplätze, an denen eines der 5 Völker einen Tempel errichtet. Die Tempel haben sechs Stufen, angefangen bei 1. Neben den 45 Tempelkarten gibt es noch 60 Völkerkarten, 12 pro Volk. Da wären die Assyrer, Hethiter, Meder, Sumerer und Perser. Jedes Volk hat eine eigene Spezialfähigkeit. Die Perser können zum Beispiel eine Baustufe überspringen, oder die Hethiter klauen einfach eine Tempelebene. Wenn ich an der Reihe bin ziehe ich als erstes drei Völkerkarten- In der ersten Runde besitze ich einen 1er Tempel. Um diesen zu bauen, muss mein "Bauleiter" auf einem der Bauplätze stehen. Um ihn dorthin zu bewegen spiele ich eine Völkerkarte der entsprechenden Farbe aus. Nun liegen da ja noch keine Karten, also Arbeiter, deswegen muss ich erst einmal weitere Karten ausspielen. Dabei ist es egal, ob ich eine Karte dieses Volkes hierhin lege oder eine beliebig andere. Pro Baustufe muss eine Völkerkarte ausliegen. Steht aber erst einmal der Tempel, können auch weniger Karten dort liegen. Nur wenn ich höher bauen will, müssen entsprechend viele Karten dort liegen. Wenn ich an einer Stelle drei gleiche Völkerkarten liegen haben, kann ich deren Eigenschaft nutzen. Dazu lege ich eine der Karten ab, und mach, was ich kann.
Am Ende des Zuges ziehe ich noch zwei Tempel nach, den mit der höheren Zahl lege ich zuerst ab. In der nächsten Runde kann ich dann so viele Tempel bauen, wie ich die Möglichkeiten dazu habe. Ich bin also nur durch meine Völkerkarten beschränkt. Einmalig in der Runde kann der Spieler eine Völkerwanderung ausrufen. Dabei wandern die letzten drei Karten von einem Ort an einen anderen. 

Babel muss man schon öfter spielen, damit man es versteht. So eben was für zwischendurch ist Babel nicht. Also wahrlich keine leichte Kost. Man muss ständig die Sonderfähigkeiten der fünf Völker beachten, besonders muss man die Karten des Gegenspielers im Auge behalten, denn sobald drei gleiche liegen kann er ja auch die Fähigkeiten nutzen. So verliert man schnell mal einen 6er Tempel, da seine Assyrer ein wenig Jericho gespielt haben.
Gewonnen hat übrigens der Spieler, dessen: "Tempelbauten eine Summe von 15 oder mehr erreicht hat und zu diesem Zeitpunkt sein Gegner Tempelbauten mit einem Wert unter 10 hat. Hat er jedoch mehr als 10 Punkte, geht das Spiel in die Endphase". In der Endphase geht es bis 20 Punkte, oder man schafft es, den Gegner auf unter 10 zu bringen. Sollte das auch nicht klappen, endet das Spiel nach 45 gezogenen Tempelkarten.

Babel hat uns sehr gut gefallen. Das Verhältnis von Taktik und Glück stimmt, das Material ist von guter Qualität, die Grafiken sind schick und die Regel ist ausführlich und verständlich.
Wie geschrieben, es ist keine leichte Kost, also nehmen Sie sich Zeit für das erste, zweite, dritte… Spiel. 
Strategie / Taktik

Glück / Zufall

Anleitung / Material

Spielspaß

Preis / Leistung

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Kurzinfos
Babel 
Gesamtbewertung
 
Autor
Uwe Rosenberg,
Hagen Dorgathen 
Verlag
Kosmos
Erscheinungsjahr
2000 
Spieleranzahl
2 
empf. Alter
ab 12 
Spieldauer
ca. 45-60 Min. 
Preis
14,95 €