Siegener Spielewelt

 

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Trans America
 
Nominiert für das Spiel des Jahres 2002
Gründerstimmung in Amerika. Die Dampfmaschine ist erfunden, genau das, was dieser riesige Kontinent benötigt. Denn nun ist es möglich mit der Eisenbahn von West nach Ost zu gelangen. Aber dafür müssen natürlich erst die Schienen gelegt werden. Und da die sich nicht von alleine verlegen, bekommen die Spieler den Auftrag, fünf Städte mit Schienen zu verbinden. Wer der schnellste Verleger ist, gewinnt das Spiel. Die Städte sind über ganz Amerika verteilt und wenn man an der Reihe ist, kann man eine oder zwei Schienen legen, abhängig vom Untergrund. Berge, Flüsse und Sumpf erlauben nur eine Schiene pro Zug. Damit man diese kontinentale Aufgabe auch bewältigen kann, darf man, sobald ein fremdes Schienennetz mit dem eigenen verbunden ist, dieses auch mitbenutzen. Die Städte, die man verbinden muss, zieht man am Anfang jeder Runde. Nach einer Runde werden die noch fehlenden Schienen der einzelnen Spieler gezählt und als Minuspunkte notiert. Wer zuerst eine festgelegte Anzahl an Minuspunkten erreicht, beendet das Spiel und derjenige mit den wenigsten Punkten gewinnt. 

Im Spiel sieht das dann so aus: Ich habe Boston, Chicago, Atlanta, Santa Fe und Sacramento gezogen. Wer sich ein wenig in Amerika auskennt, weiß, dass diese Städte mal nicht gerade um die Ecke liegen. Wenn ich an der Reihe bin suche ich mir einen Startpunkt. Das kann eine Stadt sein oder ein beliebiger Kreuzpunkt zukünftiger Schienen. Dann lege ich zwei Schienen und warte darauf, dass die anderen in meine Richtung bauen, weil sie auch dort längs müssen, oder fluche wenn das nicht der Fall ist.
Früher oder später kann ich die Netze meiner Konkurrenten nutzten und auch diese ausbauen. 

Ich würde gerne schreiben, dass ich auch nur eins der Spiele gewonnen habe, aber, Kismet, dies ist nicht der Fall. Trotzdem bin ich nicht verbittert. Trans America ist ein sehr, sehr gutes Spiel. Es ist überaus einfach zu erlernen, taktisch nicht zu fordernd und macht eine Menge Spaß. Ein Kauf, der sich lohnt. 
Strategie / Taktik

  
Glück / Zufall
   
Interaktion
noch nicht bewertet
Anleitung / Material
   
Spielspaß
   
Preis / Leistung
   
Trans Europa
 
Eine zweite Spur schneller
Nachdem Zug um Zug durch Zug um Zug Europa erweitert wurde, allerdings mit neuen Ideen und besserer Grafik, entschied man sich wohl auch bei Winning Moves das Gleiche auch für Trans America zu tun. "Trans Europa" spielt sich genauso wie der Vorgänger jenseits des Atlantiks. Wieder versuchen die Spieler möglichst schnell ihre fünf Städte mit Eisenbahnschienen zu verbinden. Auf den Auftragskarten (wo man bei TA die Lage der Stadt anhand einer Amerika-Karte ermitteln konnte) finden sich nun schöne Grafiken mit den Wahrzeichen der jeweiligen Stadt, aber sonst hat sich nichts geändert. Bis auf die Karte natürlich. Die Schranke, mit der das Spielende verändert werden konnte gibt es nicht mehr. Nun endet das Spiel, wenn ein Spieler seine 12 Punkte aufgebraucht hat, was bei der Europa-Version etwas schneller passiert als im Original.

Wer Trans Amerika noch nicht kennt, kann entweder dort weiter lesen, oder folgt der nachfolgenden Rundenbeschreibung:

Eine Runde kann also folgendermaßen aussehen:
Alle Karten mit den 5 verschiedenen Farben werden verdeckt auf dem Spielplan ausgebreitet. Man sucht sich nun eine jeder Farbe aus. 
Ich habe Dublin, was schon mal sehr schlecht ist, da es um Dublin von Doppelstrecken nur so wimmelt, Wien, was noch geht, da kommt man schon hin, Rom, eine weitere Ätzstadt, wegen der Verbindungen, Bukarest, liegt dann irgendwie auf der Strecke, da ich noch nach Helsinki muss. Womit habe ich das verdient? Als erstes müssen sich die Spieler einen Startort auswählen. Das kann eine der Städte sein, oder ein beliebiger Wegpunkt. Ich nehme Wien, da habe ich schon mal einen Ort weniger und liege gut in der Mitte. Als erstes baue ich in Richtung London, versuche aber, alle auf dem Weg liegenden Städte zu umgehen, man will ja nicht den anderen helfen. Glück im Unglück, ab Amsterdam kann ich Andys Streckennetz mitnutzen und muss so nur die Verbindung nach Dublin selbst legen. Im Osten sieht es ähnlich gut aus; Benni hat soeben Kiew mit Wien verbunden, so muss ich nur noch den Abstecher nach Bukarest selber legen. In der Zwischenzeit habe ich auch Rom erreicht, nur Helsinki fehlt. Das macht aber nichts, denn Cati hat mal wieder fertig gemacht. Da mir noch 4 Schienen bis Helsinki fehlen, rutscht meine Lok 4 Felder nach Spielende. Wie so oft haben die anderen Spieler für Cati gespielt. Aber was soll's, neues Spiel, neues Glück.

Trans Europa ist nichts Neues. Was eigentlich schade ist, da neue Elemente sicher nicht geschadet hätten. So bekommen Sie letzten Endes nur eine Europakarte statt eines komplett neuen Spieles.
Das Spiel ist nicht schlechter als Trans America, aber wegen fehlender Neuerungen bekommt es einen Stern weniger. Wer noch kein Trans Amerika kennt, und lieber in Europa Schienen verlegt, legt sich ein 4 Sterne Spiel zu.
Strategie / Taktik

  
Glück / Zufall
   
Interaktion
 
Anleitung / Material
   
Spielspaß
   
Preis / Leistung

Textfeld:  Kurzinfos
Trans America 
Gesamtbewertung
    
Autor
Franz-Benno Delonge 
Verlag
Winning Moves 
Erscheinungsjahr
2002 
Spieleranzahl
2 - 6 
Dauer
ca. 30 Min. 
Alter
ab 8 Jahren 
Preis
18,95 € 
Auszeichnungen
Spiel des Jahres 2002 - Nominierungsliste
Spiel der Spiele 2002 - Spiele für Familien
Deutscher Spielepreis 2002 - 2. Platz: 2
Gamers Choice Awards 2003 - Multiplayer Nominees
 
Kurzinfos
Trans Europa 
Gesamtbewertung
   
Autor
Franz-Benno Delonge 
Verlag
Winning Moves 
Erscheinungsjahr
2005 
Spieleranzahl
2 - 6 
Dauer
ca. 30 Min. 
Alter
ab 8 Jahren 
Preis
18,95 € 
Auszeichnungen
Spiel der Spiele 2005 - Hauptpreis