Siegener Spielewelt

 

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Die Sternenfahrer von Catan
 
Siedeln im Weltall
Die Erfolgsgeschichte der Siedler geht in eine weitere Runde. Nun siedeln sie im Weltall.

Drei bis vier Spieler können sich beim Wettsiedeln austoben. Aber was unterscheidet die Sternenfahrer außer der Hintergrundgeschichte von anderen Siedler-Spielen? Erst einmal das Augenscheinlichste: Musste man die Heimatwelt der Cataner bisher mühevoll basteln, so finden wir in der Sternenfahrerbox einen sehr großen Spielplan. So groß, dass Dirks Tisch kaum noch zu sehen war (und der ist schon ganz schön groß!). Des Weiteren hat jeder Spieler eine eigene Rakete, die er mit Triebwerken, Plasmakanonen und Frachtringen ausbauen kann. Die altbewährten Rohstoffkarten sind auch wieder dabei, auch wenn nun andere Güter dazugekommen sind. Gebaut werden auch keine Städte mehr, sondern Raumschiffe. Entweder Kolonie- oder Handelsschiffe. Erreicht ein Schiff die Umlaufbahn eines fremden Planeten, darf der Spieler unter das Nummernplättchen schauen. Lohnt es sich, so kann hier eine Kolonie gegründet werden. Wie bei Tikal darf man in den weiter entfernten Regionen des Alls neue Stützpunkte bauen, sogenannte Raumhäfen, von denen neu gebaute Schiffe starten können. Jede Runde beginnt, wie bei allen Siedler-Varianten, außer den Siedlern von Nürnberg, mit dem obligatorischen Ressourcenwürfeln. Da das Spielfeld so groß ist, muss man schon genau hinschauen, damit man auch alle Erträge bekommt, die einem zustehen. 

Die Sternenfahrer sind ein wenig dynamischer als ihre planetenverbundenen Vorgänger. So muss jeder Spieler für die Bewegung seiner Schiffe die Rakete schütteln. Die Farbkugeln, die danach im Heck zu sehen sind, geben Aufschluss über die Entfernung, die die Raumschiffe zurücklegen dürfen. Erscheint die schwarze Kugel, so kommt es zu einer Begegnung. (Dirk brauchte gar nicht zu schütteln, er hatte eigentlich immer eine Begegnung mit den Verbrechern des Weltalls, wie er das Fahrende Volk nannte). Diese kann sich sowohl positiv als auch, wie bei Dirk, negativ auswirken. In jedem Fall aber kann sich der Spieler entscheiden, wie er sich verhalten will. Die Sternenfahrer von Catan ist eine sehr schöne und spannende Variante des Siedler-Themas. Das Material ist von überdurchschnittlicher Qualität und begeistert schon beim Auspacken. Da nun auch die Siegpunkte offen für alle gezählt werden, weiß jeder stets Bescheid, wie es um die anderen bestellt ist.
Wer sich an den bodenständigen Siedlern von Catan satt gespielt hat, sollte ruhig die rund 50 Euro investieren. Das ist zwar eine Menge Geld, aber, wie schon einmal erwähnt, Computerspiele kosten teils sogar mehr als 50 Euro. An den Sternenfahrern hat man aber in drei Jahren auch noch etwas. 
Strategie / Taktik

Glück / Zufall

Anleitung / Material

Spielspaß

Preis / Leistung

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Kurzinfos
Die Sternenfahrer von Catan 
Gesamtbewertung
 
Autor
Klaus Teuber 
Verlag
Kosmos
Erscheinungsjahr
1999 
Spieleranzahl
3-4 
empf. Alter
ab 12 
Spieldauer
ca. 90 Min. 
Preis
49,95  € 
Erweiterung auf 6 Spieler
19,95 €