Siegener Spielewelt

 

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Mare Polare
 
Spannung auf dem Eis
Auf der Nominierungsliste zum Kinderspiel des Jahres 2004

Klirrende Kälte, Eis wohin man sieht und mutige Männer, die zum Fischen gehen. Das Kinderspiel "Mare Polare" entführt uns an den Nordpol.
Jeder Spieler spielt einen Inuit, der die Fische für das abendliche Gamka-Essen besorgen muss. Allerdings hat jede Familie ihr eigenes Rezept für die Fischsuppe und benötigt eine andere Kombination von Fischen. Die Rezepte ziehen die Spieler verdeckt, schauen die sich an und müssen sie sich für die Dauer des Spiels gut merken. Dann hängen sie es ihren Spielfiguren verdeckt vor den Bauch.

Und los geht's. Die Inuit bewegen sich würfelnd über das 4x4-Eisschollen-Felder große Spielfeld. Zwei der Felder bleiben frei, auf einer Eisscholle steht das Iglu und eine andere besteht aus dem Orakel-Eisberg. 
Kommt ein Inuit auf eine Eisscholle mit einem Eisloch, so kann er dort fischen. Dafür nimmt man den Beutel mit den kleinen Holzfischen und versucht durch Ertasten einen noch für das Rezept fehlenden Fisch zu ergattern. Falsche Fische kommen zurück in den Beutel. Richtige Fische werden den Spielfiguren auf ihre Harpunen gesteckt. Die Eisscholle, auf der der Inuit vorher stand, wird umgedreht auf eines der freien Felder gelegt, so dass sich das Spielfeld ständig ändert.
Wer (Würfel-) Glück hat, kann auch auf beliebige Eisschollen springen, wer allerdings Pech hat, fällt auch schon mal in ein Eisloch und verliert einen Fisch. Hat man alle Fische für seine Gamka zusammen, bringt man sie zum Iglu, setzt das Kochwasser auf und hat gewonnen.
Allerdings muss man sich das Rezept gut merken, denn wer falsche Fische mit ins Iglu bringt, muss zurück in die Kälte und drei Fische abgeben. Sollte man aber im Spiel das Rezept vergessen, so kann man den Orakel-Berg aufsuchen und sein Rezept erneut ansehen.

Selecta liefert mit "Mare Polare" mal wieder ein schönes Spiel für die Kleinen, das auch erwachsenen Mitspielern Spaß und sogar ein kleinwenig Mühe bereitet. Es kann sich halt nicht jeder das Familienrezept merken und Kinder sind da irgendwie klar im Vorteil. 
Das Spiel besticht durch seine bis ins Kleinste ausgeklügelten Details. Ein Beispiel: Wer sein Rezept vergisst, schaut nicht einfach darunter, sondern steigt auf den Orakel-Berg und drückt das Rezept soweit nach oben, bis es sich in der Eisscholle darunter spiegelt. Einfallsreich, oder? 
Dieser Einfallsreichtum setzt sich in den schönen Holzfiguren und anderen Spielteilen fort. Dazu kommt das interessante Thema zu dem in der gut gemachten Anleitung einiges Wissenswertes vermittelt wird. 
In einer zweiten, kooperativen Regelvariante gehen die Inuit gemeinsam auf Fischfang. 
Strategie / Taktik


Glück / Zufall

Interaktion

Anleitung / Material

Spielspaß

Preis / Leistung

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Kurzinfos
Mare Polare 
Gesamtbewertung

Autor
Roberto Fraga 
Verlag
Selecta
Erscheinungsjahr
2004 
Spieleranzahl
2-4 
empf. Alter
ab 4 
Spieldauer
ca. 20 Min. 
Preis
29,95 €