Siegener Spieleabend

 

Textfeld:  
Boggle
 

Kreuz und quer durch den Buchstaben-Salat
"Hier: U-N-T-I-E-R" "Stimmt, nicht schlecht! 4 Punkte. Hat noch jemand etwas, das wir noch nicht hatten?" "Ja, P-O-R-T-O." "Auch nicht schlecht! 2 Punkte!" "Nicki, kannste bitte einmal schütteln?" Rattel, Ruttel, Klacker, Klacker. Und schon geht es mit 16 frischen Buchstaben weiter. 

Bei "Boggle" geht es darum so viele Wörter wie nur möglich zu bilden. Dazu gibt es 4x4 Würfel mit Buchstaben, die in ein Raster fallen und so eindeutig einen Buchstaben oben sehen lassen. Nun wäre es ja einfach, wenn man einfach so Wörter bilden könnte. Dafür gibt es Regeln, nicht schwierig, aber man sollte sie im Kopf haben. Wörter dürfen nur mit mindestens 3 Buchstaben gebildet werden. Also Ei, Du, Er usw. fallen schon mal raus. Auch Eigennamen, Mathias, Greta, gibt es nicht. Genauso fallen geographische Bezeichnungen weg. Anden, Alpen oder Rhein sind tabu. Auch gebeugte Verben oder deklinierte Nomen. Ging, lief oder Gartens sind ebenfalls zu streichen. Mehrzahl sollte man gleich vergessen. Und wer nun denkt einfach so die Buchstaben sich zusammen zu klauben, der sollte weiter lesen. Wörter dürfen nur als Schlangen gebildet werden. Waagerecht, diagonal oder senkrecht, ist alles erlaubt, aber nicht springen. Genauso wenig darf man einen Buchstaben zweimal verwenden. Wenn ich MANN bilden will, muss ich auch zwei Ns im Gitter verwenden. Ein Beispiel:
A 
D 
R 
T 
R 
G 
A 
L 
W 
M 
U 
T 
D 
F 
E 
R 
Na, was können Sie bilden? Zum Beispiel TAG. Oder ARMUT. Oder TUER. Oder MUT, oder… 
WUT geht aber wieder nicht, da man springen müsste. Manchmal gibt es zu wenig Vokale, dann muss halt noch mal geschüttelt werden. Wir hatten auch den Fall, dass es zu viele Vokale gab, dann gibt es nur wenige Wörter, die sich bilden lassen und man sollte lieber gleiche noch einmal schütteln.

"Boggle" ist ein schönes Spiel, bei dem man seinen Wortschatz trainieren kann. Außerdem wird das Sehen auch trainiert, manchmal mag man es gar nicht glauben, dass bestimmte Worte von einem selbst nicht gefunden wurden. Je länger ein Wort ist, desto mehr Punkte gibt es. Man kann die Zusatzregel verwenden, dass, wenn mehrere ein Wort haben, man es nicht ganz streicht, sondern nur einen Punkt abzieht. Kurze Wörter geben so zwar auch keine Punkte, aber es ist gerade bei längeren Wörtern gerechter. Wenn Gerd und ich ein langes Wort sehen, bekommen wir eigentlich keine Punkte. Wir bekommen aber auch für das kurze Wort, das alle gesehen haben, keine Punkte. Auf diese Weise bekommen Spieler, die mehr sehen auch mehr Punkte. Fair geht vor. 
Das Material ist gut, festes Plastik und schöne Holzwürfel. Der Preis ist aber zu hoch, 17 Euro sind für ein paar Buchstabenwürfel die man auch so kaufen kann, ein wenig zu hoch. Mit "Boggle" kann man auch prima Fremdsprachen, besonders Englisch, üben. Auch wenn andere Sprachen bestimmte Buchstaben vielleicht öfter vorkommen lassen, das Y im Englischen zum Beispiel, kann man auch mit der deutschen Version gut boggeln. Taktik gibt es keine, aber das muss ja auch nicht immer sein. Auch das Glück hat hier nichts zu suchen und muss draußen bleiben. Interaktion sucht man vergeblich, aber das ist auch nicht der Anreiz mit dem das Spiel an den Start ging.

Strategie / Taktik


Glück / Zufall
 
Interaktion

Anleitung / Material
    
Spielspaß
   
Preis / Leistung

Textfeld:  
Kurzinfos
Boggle 
Gesamtbewertung
    
Autor
Alan Turoff 
Verlag
Parker 
Erscheinungsjahr
2004/ 1978 
Spieleranzahl
2 - 8 
Dauer
ca. 30 Min. 
Alter
ab 10 Jahren 
Preis
gibt es nicht mehr