Siegener Spielewelt

 

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Die Brücken von Shangrila
 
Wer gewinnt die Macht in Shangrila?
Drei Möglichkeiten haben die Spieler, wenn sie an der Reihe sind. Nur drei. Aber diese sinnvoll zu verwenden ist nicht ganz so leicht. 

Die Karte zeigt eine Landschaft mit dreizehn Dörfern. Alle Dörfer sind durch Brücken miteinander verbunden. Einige Dörfer haben Verbindungen zu vier Dörfern, andere zu drei. In jedem Dorf gibt es Platz für sieben Meister. Darunter der Yetiflüsterer, der Gebetsmüller oder der Heiler. Jeder Platz kann nur einmal besetzt werden. Wenn man das Spiel noch nicht so gut kennt, fängt man am besten mit der vorgegebenen Aufstellung für 3 oder 4 Spieler an. Ist man schon fortgeschritten, setzt man der Reihe nach je sieben Meister in die Dörfer, aber niemals mehr als zwei in ein Dorf. Diese sieben Meister sind nur der Anfang. 
Nun haben die Spieler nacheinander die Möglichkeit eine der drei folgenden Aktionen auszuführen: Einen Meister in ein Dorf zu setzen, in dem dieser Meisterplatz noch frei ist. Oder man setzt zwei Schüler ein, die Plättchen werden dann auf die Rücken von zwei Meistern gelegt. Und als letzte Möglichkeit kann man die Schüler eines Dorfes dazu bringen, zu wandern. In ein Nachbardorf. Das ist der eigentliche Kern des Spiels. Es gewinnt nämlich, wer am Ende die meisten Meister auf dem Brett liegen hat. 
Wenn nun die Schüler eines Dorfes wandern, gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten: Das Dorf, aus dem gewandert wird ist stärker, das heißt, es hat mehr Plättchen (Schüler und Meister). Dann übernehmen die Schüler sämtliche Meisterplätze im anderen Dorf. Auch die, die schon besetzt sind. Ist das angegriffene Dorf allerdings stärker, so können nur Schüler auf freie Plätze gelegt werden. Sobald eine Wanderung unternommen wurde, wird die verbindende Brücke entfernt. Führen keine Brücken mehr zu einem Dorf, so können dort auch keine Aktionen mehr unternommen werden. Wenn die letzte Brücke vom Spielplan verschwunden ist, ist das Spiel zu Ende.

Obwohl man nur diese drei Möglichkeiten hat, ist das Spiel sehr komplex. Soll ich nun Schüler setzen oder einen Meister? Was wird Axel in seinem Zug machen? Welche Vorteile bringen ihm welche Züge? Oder Ulf. Was will er? Gar nicht zu reden von Gerd, obwohl alles danach aussieht, dass er wandern will. Manchmal ist es auch wichtig in ein Dorf zu wandern, das stärker ist und so alle Schüler zu verjagen. So hat man eine Brücke abgebaut und sich seine Position gesichert. Also immer auf alle Dörfer gleichzeitig schauen, merken, was die anderen Spieler machen und daraus die Schlüsse ziehen. Obwohl man das Spiel oft spielen muss, um es wirklich zu beherrschen, lädt es einen nicht ein, es ein zweites Mal hintereinander zu spielen, da es das Hirn doch sehr beschäftigt. Meist wollten wir danach irgendetwas Lockeres wie UNO oder Arne spielen, um wieder runterzukommen.
Für alle, die gerne Taktik starke Spiele spielen, ist Shangrila sicher ein Tipp. Wer lieber nur Plättchen verschiebt ohne sich was dabei zu denken, der sollte etwas anderes wählen.
Wir geben einen Stern für Zufall, da es immer anders kommen kann, als man meint und die anderen Spieler auch nur Menschen sind. Mit Glück hat das Spiel aber nichts zu tun. Ein Taktikspiel mit wahnsinniger Tiefe! 
Strategie / Taktik

Glück / Zufall

Anleitung / Material

Spielspaß

Preis / Leistung

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Kurzinfos
Die Brücken von Shangrila 
Gesamtbewertung
 
Autor
Leo Colovini 
Verlag
Kosmos
Erscheinungsjahr
2003 
Spieleranzahl
3-4 
empf. Alter
ab 12 
Spieldauer
ca. 60 Min. 
Preis
gibt es nicht mehr